25 Jahre Mauerfall

7.11.2014
Ich kann es nicht mehr hören, dieses Alles-über-einen-Kamm-scheren. „Alle hätten …“ „Wir wollten alle …“ „Herrlich dass, …“
Vor allem haben wir eins: Die Chance verpasst, eine Heimat zu gestalten, die der Selbstbestimmung gerecht wird. Wir haben das Zepter aus der Hand gegeben, souverän über das zu entscheiden, was als „Volkes Herrschaft“ hätte gelten können.
Statt dessen haben wir uns aufsaugen, einverleiben lassen. Von einem System, welches damals ebenso krank war wie die DDR, nur eben anders krank. Und heute noch krank ist, mächtig krank! Verlogen und demagogisch zugleich.
Wer sich in indifferenten Lobgesänger verliert, der hat in erster Linie seine eigene Identität verloren. So wie viele ihre Identität 1989 weggeworfen haben oder sich dessen nie bewusst geworden waren oder nie bewusst werden wollten, wer sie sind.

Diese System, dem sich die DDR 1989 an den Hals geworfen hat, sägt beständig am eigenen Ast. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Konflikte wogenhaft über ihm zusammenschlagen; weltweite Ausbeutung, wirtschaftliche und humanitäre Diskreminierung und die Zerstörung der Ressoucen führen zwangsweise zu Krisen, die die Bilder von Kriegen sanft erscheinen werden lassen.
Fragt euch doch einfach mal: Ein T-Shirt für unter 1 EUR (bis es auf dem deutschen Ladentisch liegt hat das Material dafür die Welt einmal umrundet) – wie geht das, auf wessen Kosten?

An die, die den Mauerfall nur aus Erzählungen kennen sei erinnert:
Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.

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