Nun mal doch zu Coro …

19.5.2020 (ein Text, den ich schon Mitte März an einen Bekannten geschrieben habe)

Es ist natürlich leicht für jemanden, der sein Einkommen aus relativ sicheren Quellen unbetrachtet der äußeren Umstände bezieht, dem zu folgen, was politisch und medial vorrangig kommuniziert wird. Es stellt sich aber schon ganz anders dar, wenn dir Dinge aufoktroyiert werden, die dir direkt und unverhältnismäßig in die Tasche greifen.
Ich stelle nicht in Frage, dass medizinisch und in Sachen Katastrophenschutz gewaltige Herausforderungen anrollen/können. Auch sind sicher die meisten aller Bewertungen aus der Fachbranche richtig und zweckmäßig.

Das ABER liegt in der politischen Instrumentalisierung und der Verlagerung der Gesundheitskosten auf die, die nicht der Träger sein sollten. (So wie wir geopolitisch Meister darin sind, unser Lebensniveau auf Kosten anderer zu gestalten.) Ich möchte das gar nicht beschreiben, was mir in zwei Minuten alles einfällt, was schief laufen wird. Und ich kann jetzt schon die Reden schreiben, die gehalten werden werden, wenn es denn überstanden sein wird: „tut uns leid … war alles richtig … aber wir mussten doch … wir müssen zusammenstehen … soziales Netz …“
Und dann auch wieder auf Kosten derer, die am leichtesten zu „beerben“ sind: Der sich mühende Kleinunternehmer, der moderne Sklave (z.B. Arbeitsnomaden), die verseuchtetsten Ecken dieser Erde, wo Gewinne auf Weisen generiert werden, die hierzulande dem Staatsanwalt leichtes arbeiten bescheren würde (Stichworte: Umweltfrevel, Entlohnung, Arbeitbedingungen)

Die Situation ist doch ein „schöner“ beleg für die Verlogenheit dieses Gesellschaftsystems:
Der Virus lässt den Verwaltungsapparat zu noch vor kurzem undenkbaren Aktionen auflaufen. Auf der anderen Seite leben wir alle seit Jahrzehnten auf Kosten der sog. dritten Welt und der Umwelt, und es scheert uns (gesellschaftlich) einen Dreck.
Das war seit Bestehen der Klassengesellschaft sicher schon immer so, aber wir treiben es noch auf die Spitze sehenden Auges der Gefahr des eigenen Unterganges. Da kommt Corona doch wie gerufen; die Halbwertzeit eines Politikers und seines Horizontes beträgt kaum mehr als ein halbes Menschenleben, wenn überhaupt, eher nur 4 jahre.
Die Vehemenz, mit der hier jetzt Corona begegnet wird, wäre in gleicher Weise gesellschaftspolitisch angezeigt! Aber da sind wir wieder beim bequemen Sessel.

Wäre schön, wenn die Situation Anlass genug wäre, diesem selbstherrlichen System ein Stück Weitsicht einzupflanzen. Das würde dann vielleicht auch ein paar Ansätze ermöglichen, die Quellen vielen Irrsinnes zu schwächen.


Eine Parallele, die sich mir immer wieder aufdrängt: RoundUp / Glyphosat
Wir hauen erst mal alles um, machen alles platt. Und hinterher stellen wir fest, – was für eine Überraschung – , dass wir mit dem Unkraut z.B. auch alle Insekten stranguliert haben.
Nun legen wir mal alles still, um die Risikogruppen unserer Gesellschaft zu schützen (mich verlangt es, dies brutaler zu formulieren …), und stellen dann, was Wunder, fest, dass wir auch viele Bereiche massiv und existenzbedrohend geschädigt haben, die
a) nicht hätten berührt werden müssen
b) die als Kolateralschaden ein größerer Verlust sind als der vermeindliche Erfolg
c) dass der Wettbewerb de Lebensformen nicht mit „Menschlisches Leben über alles“ zu bestreiten ist.

Ich wünsche Coro-Wert Null !
COROgleichIxH_D

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